New York shooting (Rainer Klausmann), Mauro Lando, Steff Gruber

Last scene... crew in Zurich

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"Steff Gruber ist unter den Schweizer Filmemachern eine Ausnahmeerscheinung. Sowohl ‚Moon in Taurus’, sein erster Spielfilm, als nun auch ‚Fetish & Dreams’ widersetzen sich Sehgewohnheiten, die auf eher konventionelle Dramaturgien bei Spielfilmen eingestimmt sind.
‚Fetish & Dreams’ führt fort, was ‚Moon in Taurus’ (1978-80) begonnen hatte: aus dokumentarischem Material, das zum Zwecke eben dieser Arbeit aufgenommen wurde, eine Fiktion herausfiltern; aus ihm also einen Spielfilm herstellen, der andererseits aber auch ein Dokumentarfilm ist, indem die Fiktion sich ihrerseits umstülpt in einen soziologischen Exkurs über die Relationen von Menschen untereinander, von Männern und Frauen in einer bestimmten gesellschaftlichen Situation.
Das Vorgehen Steff Grubers ist, sowohl bei den Aufnahmen zu einem Film als auch bei der Bearbeitung des so gewonnenen Materials, also ausserhalb der Norm. Was dabei entsteht, ist ästhetisch etwas Genuines, ein Stück künstlerischer Welt, wie sie in den Filmtheorien bisher nicht gedanklich vorweggenommen war."

Martin Schaub, Neue Zürcher Zeitung, 27. September 1985